Über meine Werke

Innenleben zu visualisieren beschäftigt mich besonders in meinen Arbeiten. In der Frankfurter Malschule konnte ich neue Techniken erlernen und meine Ausdrucksmöglichkeit erweitern. Durch Erfahrung lernte ich meine Kreativität auf ein Bild zu beschränken und mein malverrücktes Umfeld inspiriert mich, dort genau hinzusehen, wo es nötig ist. Ich liebe die Komposition der Farben - die Überraschung, wie ein Pinselstrich, ein Punkt, Veränderung auf einer Leinwand hervorbringt und Schwerpunkte verschiebt.

                                   

Ich gehe den Fragen nach, wie die reißende Informationsflut der neuen Kommunikationsmittel das Handeln und Denken bestimmt. Ebenso, inwieweit visuelle Realität von der eigenen Lebenswelt unterschieden werden kann. Rationalität bestimmt das Handeln im Alltag und wie steht das im Bezug zur Innenwelt. Insbesondere beschäftigt mich zurzeit die Frage, wie der berufliche Blick, ungewollt Einfluss auf das private Innere nimmt. „In meiner Lebenswelt erscheint mir das Ausdrucksmittel der Farbe und Form, das geeignete, da es umfassend ist und ein stiller in sich wirkender innerlicher Prozess des Fühlens und Betrachtens.  Das ist es auch was Künstler und Betrachter in Phantasie verbindet. Manchmal gelingt es mir zu zeigen was ist, manchmal nicht“!  

                                                                    

 

Jeder Punkt, jeder Strich in einem Bild sollte wohl überlegt und tragend und bedeutungsvoll sein. Genau dort muss er sein. Er verändert den gesamten Ein-und Ausdruck eines Bildes und ändert das Zusammenspiel der einzelnen Elemente. Jede Handlung verändert eine nachfolgende. Stringentes Arbeiten, ein Strich am Horizont der immer zielgerichtet ist, kann aber auch langweilig sein. So sind unerwartete Brüche im Strich und aus dem nichts ins nichts führend, manchmal ein Ausdruck der Rebellion, um den Dingen eine andere Wendung zu geben oder dem Ereignis des Gefallens überzuordnen. Wie im Leben. „Ich bin meist konzentriert und im hier und jetzt und deshalb sind meine Bildkompositionen so wie sie sind“.

Kunst erscheint uns hin und wieder als unverständlich, aber wie vieles im Leben, erschließt sich diese, manchmal erst in der Vergangenheit.

Alle Beurteilung der Dinge hat mit der eigenen Geschichte des eigenen Erfahrungshorizontes zu tun. Es lässt uns bestimmte Dinge beim Betrachten mögen oder nicht mögen. Manches berührt uns gar nicht, ist uns komplett egal oder irgendetwas dazwischen. Wir haben Meinungen, Vorurteile und knüpfen auch als Betrachter immer an etwas Bekanntes an. Aber – wir haben auch nichts anderes.

Trotzdem oder gerade dieses Wissens wegen, bitte ich respektvoll und vorsichtig mit einander umzugehen und das eigene Handeln immer neu zu überprüfen – das ist eines der Dinge, die wir  täglich rational tun können -.

 

„Ist das Kunst oder kann das weg“!

(Pierre Bourdieu, franz. Gesellschaftswissenschaftler)